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22.10.2009
Kompakt-Pumpenaggregat bremst Rotorblätter zuverlässig

Rotorblätter, Getriebe, Turm und Fundament sind die kostspieligen Elemente einer Windenergieanlage. Ihre Lebensdauer kann erhöht werden, indem Azimut- und Rotorbremse der Windenergieanlage hydraulisch angesteuert werden. Das Kompakt-Pumpenaggregat Typ KA von HAWE Hydraulik SE, München, eignet sich besonders für die Bremsfunktion der Rotorblätter. In Kombination mit Wegesitzventilen des Herstellers wird diese Funktion darüberhinaus sehr sicher.

Typ KA wurde für den Speicherlade- und Aussetzbetrieb entwickelt. Es besteht aus einem Tank mit integriertem Unteröl-Motor, einer direkt an der Motorwelle, ohne Kupplung, angebauten Radialkolbenpumpe und einem Anschlussblock. Die Funktionsmodule sind direkt auf den Anschlussblock montiert. Dabei sind die Module pro Funktion, zum Beispiel Bremsen, getrennt. Diese Modulbauweise bietet bei einer Störung den Vorteil, dass sich das verursachende Modul einfach identifizieren und nach dem Lösen von vier Schrauben auswechseln lässt. Die Demontage von Schläuchen zu den Verbrauchern entfällt.

Die Radialkolbenpumpe bietet eine Druckölversorgung bis zu 700 bar Betriebsdruck. Drei Tankverlängerungen decken unterschiedlichen Bedarf an Ölvolumen ab. Je nach Verlängerung kann das Nutzvolumen von zwei auf bis zu zehn Liter erhöht werden, mit den Typen KA2 bzw. KA4 sogar auf bis zu 20 Liter. Das Aggregat arbeitet mit sämtlichen Spannungen einschließlich 690V. Bei Spannungsausfall lassen sich die Bremsen mit einer Handpumpe betätigen.

KA eignet sich für den stehenden und liegenden Einbau. Es ist auch als „Cold Climate Version“ verfügbar. In dieser Ausführung kann die Heizung ohne zusätzliches Element über die Motorwicklung realisiert werden. Erfahrungsgemäß ist eine Heizung bei geeigneter Wahl des Druckmediums jedoch nicht notwendig.

Aus Sicherheitsgründen müssen die Bremsen einer Windenergieanlage jederzeit zuverlässig funktionieren. Leckölfreie Wegesitzventile von HAWE Hydraulik bieten gegenüber Wegeschieberventilen eine deutliche höhere Schaltsicherheit: Beim Öffnen des Ventils werden Schmutzpartikel immer wieder herausgespült. Somit verstopft das Spiel des Schieberkolbens in seiner Führungsbuchse nicht, ein Klemmen des Ventils wird vermieden. Da die Wegesitzventile für Drücke über 400 bar konzipiert wurden, das Druckniveau bei Windenergieanlagen in der Regel unter 250 bar liegt, sind die Ventile in dieser Anwendung besonders langlebig.

HAWE Hydraulik fertigt alle druckbelasteten Teile aus Stahl. Das macht das Design der Komponenten kompakt, den Platzbedarf gering und das Eigengewicht vergleichsweise niedrig. So ist für den Transport des Kompakt-Pumpenaggregats Typ KA kein Kran notwendig.

Für Windenergieanlagen bietet HAWE Hydraulik aktive und passive Bremsensteuerungen an, wahlweise mit oder ohne Spülfunktion der Bremsleitungen und Bremsen. Zusätzlich erhältlich sind Funktionsmodule für die Pitchverstellung, Gondeldachöffnung, Rotorblockierung und Steuerungen für On-board Handlingkrane.

Quelle:HAWE Hydraulik SE
Autor:Ulrike Ballnath
E-Mail:info@hawe.de
Link:www.hawe.de
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